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Alternativer TextDie Aufarbeitung und das Neubeziehen des Hardtops ist dann doch schon eine etwas fummelige Arbeit. Zunächst gilt hier der oberste Grundsatz einer sauberen sorgfältigen Arbeitsweise. Lieber etwas mehr Zeit einplanen, als unter Druck dann doch ein unzufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.

Zunächst die Demontage bzw. das Abziehen der Dichtungen. Sollten diese in ihrer Beschaffenheit in Ordnung sein, sollte/kann man sie durchaus wiederverwenden. Im vorliegenden Beispiel sind die alten Dichtungen wieder zum Einsatz gekommen. Die Dichtungen lassen sich eigentlich problemlos abziehen. Wenn es hier oder dort mal hakt vorsichtig mit einem Spatel o.ä. abhebeln. Die Seitengummis sind über die Verschlussbolzen nur gestülpt. Die Bolzen NICHT versuchen herauszudrehen!

An der Heck-Seite versuchen, die eingelassene Gummidichtung an einem Ende vorsichtig herauszuhebeln. Hat man hier erst mal "Futter" kann man mit einem langen Schraubendreher o.ä längs hinter die Dichtung greifen und diese nach vorne herausdrücken. Selbiges auch an der Vorderseite, wobei hier ein recht dünnes Gummi eingelassen ist:

Es sind lediglich diese beiden Gummidichtungen, wobei das hintere mit den Seitengummis ein Teil darstellt (U-Form). Hier die vordere Dichtung, die mehr eine Gummilippe ist:

Nach Lösen bzw. Entfernen der Gummidichtungen empfiehlt es sich, zunächst die Stofflage an den Ecken genau unter die Lupe zu nehmen und ggf. Digifotos zur Erinnerung beim Rückbau zu fertigen.

Weiter geht es gleich mit dem Abziehen des alten Stoffes. Hier am besten in der Mitte eine Stelle lösen und von dort mittig über das Hardtop durcharbeiten. Den Stoff ganz einfach in Bahnen zur Seite hin abziehen. Anschließend das Top umdrehen und die Umklebungen aus den Nuten und der Innenseitenumschläge abziehen:

 

 

Das Hardtopteil sollte dann von den übrigen Kleberesten gereinigt werden. Ich habe zunächst mit Verdünner die Klebereste angelöst und dann mit Schleifpad nachbehandelt.

Die Innenseite habe ich dann farblich schwarz gehalten. D.h. es ist zunächst die leichte Beflockung schwarzmattgrundiert worden. Abschließend habe ich eine Beschichtung mit einem Folia-Tec-Spray "soft-touch" vorgenommen. Das Ergebnis ist zwar nicht hundertprozentig perfekt, war für mich allerdings zufriedenstellend:

 

 

Dann das Neubekleben mit Sonnenlandstoff. Das Dach auf dem Stoff erst mal ausrichten. Es empfiehlt sich, das Dach mit dem Stoff zur geraden hinteren Seite zunächst so auzszurichten, dass noch genug Um-/Überschlag in die Nut vorhanden ist. Anschließend umlaufend Hilfsmarkierugen vornehmen, die für den späteren Kleberauftrag (beidseitig) und das daran anschließende Zusammenfügen eine Orientierung bieten.

Hinweis: Im Rahmen meiner Restaurationsarbeit bin ich auch erst nach Neubeklebung des Targadeckels auf einen möglichen untschiedlichen Strukturverlauf im Stoff aufmerksam gemacht worden. Vor Bekleben also am besten den Strukturverlauf des Bezugsstoffs am Targadeckel zu dem des Verdeckstoffs kontrollieren und die Beklebung des Targadeckels entsprechend ausrichten. Bei unterschiedlichem Strukturverlauf sollen / können sonst Farbunterschiede im Sonnenlicht  visuell wahrgenommen werden.

benötigtes Werkzeug zum Verkleben des Bezugstoffes

Kontaktkleber umrühren

Den Kleber zunächst auf dem Hardtop auftragen. Ich habe Uhu-Greenit (125°) tropffreier und hochelastischer Kontaktkleber verwandt. Diesen mit einem Borstenpinsel oder besser mit einem feinen Zahnspachtel auftragen. Selbiges dann innerhalb der Hilfmarkierungen auf der Klebeseite des Stoffes. Den Kleber dann berührtrocken ablüften lassen und (hier braucht es nun helfende Hände) auf das Dach gespannt auflegen. Hierbei  ist zu beachten, dass der Kleber nicht mehr korrigiert werden kann. Dann von der Mitte beginnend mit kräftigem Druck und einer Druckrolle den Stoff auf das Top anpressen. Wichtig sind hier insbesondere dann auch die Ecken.

andrückenflächige Verklebung

Die Eckbereiche sind dann eigentlich das fummeligste an der ganzen Geschichte. Vor Umlegen und Kleben empfiehlt es sich, das ganze "trocken" anzupassen und zurechtzuschneiden. Ich habe dann auch erst die Ecken selbst und daran anschließend den vorderen Umschlag in die Nut eingeklebt. Zur Unterstützung an den Ecken, habe ich nach Kontaktkleben dann noch Heftzwingen wirken lassen. Vor Bestreichen der vorderen Dichtugskante bzw. des Umschlags auch wieder an das Abkleben der "sauberen" Bereiche denken:

Ist das ganze dann etwas abgelüftet, folgt das Einsetzen der vorderen und seitlichen durchgängigen Dichtung. Die Dichtung zunächst in die vordere Nut einkleben und die Seiten nach vorne überschlagen. Den Klebebereich an den Seiten mit Krepp abkleben und beidseitig Profilgummikleber (hier habe ich BOSTIK genommen) einstreichen, ablüften lassen und zusammenfügen.

Fertig, braucht aber nun noch etwas Pflege.