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BAUR TC1 Selbsthilfe

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BAUR TC IG

Hardtop innenseitig restaurieren / neu beziehen

Welcher TC1-Eigner kennt es nicht....das ziemlich unansehnliche Innenleben des Hardtops. Manchmal einfach nur blank lackiert, manchmal alt beflockt, speckig, sandig und bröselig.

Während ich an der No. 3094 noch mit einem Soft-Touch-Spray gearbeitet habe, führte nunmehr eine andere Materialwahl zum endlich sehr ansehnlichen und darüber hinaus sehr zufriedenstellenden Ergebnis.

Im Hergang:

Das Hardtop kann selbst nachträglich, ohne dass der Außenbezug erneuert wird, auch an der Innenseite neu "bespannt" werden. Als Grundmaterial dient ein schwarzer feiner Nadelfilz, der die Eigenschaft besizt sehr dehnbar zu sein und somit in die Vertiefungen eingearbeitet werden zu können.

Man nehme also das Hardtop und befreie es zunächst von den Dichtungen:

Ganz ohne weitere Arbeit geht es aber nicht.....; also zunächst die alte Beschichtung weitestgehend herunterschleifen.....etwas zeitaufwendig spätestens dann in den Vertiefungen, jedoch erforderlich, um einen ausreichenden Untergrund für das Klebematerial zu bekommen:

...schließlich der sehr gut selbstklebende Nadelfilz. Diesen ausgelegt und erst mal aufs grobe Maß geschnitten; das Top von innen entfettet:

....dann gespannt aufgezogen und die Vertiefungen eingearbeit.......wohl gemerkt, alles ohne zu schneiden

Abschließend die Übersstände cutten und die Dichtung wieder verkleben; hier die Gelegenheit nutzen, gleich eine neue zu verbauen:

In eingebautem Zustand sieht das ganze dann in etwa so aus:

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Alternative zur originalen Passform-Isolierung im Innenraum

Unsere Schätzchen kommen oder sind bereits in einem Alter, in dem speziell hier und dort keine Formteil-Dämmungsmaterialien in originaler Qualität mehr lieferbar sind.

Dies betrifft im vorliegenden Fall auch Teile der Innenraumisolierung am E21. Insofern sind auch hier Alternativen gefragt.

Bei dem hier beispielhaften TC1 waren die Isolierungen (Formteile) der Vorderwand und das mittige Formteil der Bodendämmung bedingt durch zurückliegend ausgelaufene Bremsflüssigkeit zerstört bzw. derart vollgesogen, dass eine Wiedereinlage in den frisch restaurierten Fahrzeugboden undenkbar war. So haben wir uns schließlich zur Auskleidung mit Spezialplatten für den Boot- und Fahrzeugbau (Polyethylen) in 15 mm Stärke entschieden, die u.a. weitestegehend formbare Eigenschaften aufweisen.

Hier ein kleiner Einblick, wie soetwas aussehen kann.

Die Ausgangsbasis war der nahezu leergeräumte Innenraum, in dem wir zunächst vorne Körperschall-Akustikdämmung anstelle der alten Bitumendämmung verklebt haben:


Innenraum zunächst mit Körperschall-Akustikdämmung ausgearbeitet:


Grobes Zuschneiden der formbaren Polyethylen-Matten:

Den Anfang machten sodann die Matten im Fußraum, die zugeschnitten und mit Kontaktkleber partiell eingebracht wurden; anschließend den  Tunnelbereich:


Das Teil für den Tunnel wird im Übergang zu den Fußraummatten passig verarbeitet und ebenfalls partiell eingeklebt. Das Ergebnis kann sich auch im Vergleich zu den originalen Dämmmatten sehen lassen; Vertiefungen und Rundungen sind durch die Formbarkeit der Matten sehr gut herzustellen:

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Erneuerung des Bügel-Bezugsstoffes

Ist der alte Bügel-Bezug schadhaft oder unansehnlich geworden, im Rahmen einer Restauration enfernt worden, so steht das Neubeziehen des Bügel-Bezugstoffes an.

Entfernt wird der alte Bezug durch Abziehen. Hierzu müssen zunächst die Kantenschutzleisten abgenommen und die Schließarretierungen am rückwärtigen Bügel demontiert werden. Den alten Bezug dann an den Ecken anlösen und abziehen.

Der alte Bezugsstoff ist nun vollständig entfernt. Die alten Klebereste sollten nun vollständig entfernt werden. Hierzu lässt sich Verdünner als auch ein Schleifaufsatz für Klebereste einsetzen. Mitunter kann man hier auch Citronensäure (gibt es im Fachhandel in Spraydosen) verwenden.

Im vorliegenden Beispiel ist das Fahrzeug komplett neu aufgebaut und lackiert worden, so dass sich die Erneuerung des Bezugsstoffs im Rahmen des Wiederaufbaus auf neu lackierten Flächen erstreckte.

Zunächst geht es auch hier an die Vorbereitung, d.h. der Bügel ist anzuschleifen, die Randbereiche als auch die Anschlussstellen an den Falzen zum Kunstlederbezug der Innenverkleidung durch Abklebung zu schützen.
 

Ausgangsbasis:

Anschleifen:

... anschließend mit Silikonentferner reinigen und entfetten:

Den neuen Bezugsstoff nun zuznächst  ausrichten. Hierbei darauf achten, dass die Seitenprofile umschlagend eingeklebt werden müssen. Dementsprechend den Stoff am besten zentriert auflegen und ggf. mit Magneten gegen Verrutschen sichern.

Zunächst nur die Hauptfläche bearbeiten. Hierzu wieder Hilfsmarkierungen zur Bestimmung des Klebebereichs auf dem Bezugsstoff setzen.

Ausrichten:

Hilfsmarkierung setzen:



Den Stoff etwa mittig zurückschlagen. Eine Pappe zum Schutz bei Kleberauftrag zwischen die Stofflagen legen:

beidseitiger Kleberauftrag.....ablüften lassen und zusammenfügen. Den Kleber noch nicht in die Rinnen einbringen. Diese Klebebereiche bis zum Schluss aussparen.

Herauslösen der seitlichen eingeklebten Befstigungsprofile aus dem alten Bezugsstoff:


 


... reinigen.

Profil passig einlegen und beidseitig (Profil und Stoff) mit Kleber bestreichen ...

... einkleben und Umschlag zurechtkürzen; Kanten mit ca. 3 mm von den Ecken in der Diagonale/zur Rahmenanschlussnaht zuschneiden:

Innenansicht; hier mit bereits gewinkelten Kanten, die sodann noch einen weiteren kleinen ca. 3-5 mm breiten geklebten Umschlag bekommen.

Nun zunächst die Querseiten des Profils umschlagend kleben, dann den ca. 3mm starken Kantenumschlag. Diesen am besten mit Klemmen fixieren.



Nach Abnehmen der Klammern ...


Kantenumschlag.

Das Einkürzen und Umkleben schließlich auch auf der anderen Seite vornehmen.

Die Überreste bzw- Überlänge des Stoffes an den Langsseiten des Bügels zurechtkürzen. Hier darauf achten, dass der Stoff in die "Dachrinne" geklebt und anschließend durch die Kantenschutzleisten abgedeckt /zusätzlich fixiert wird. Zum Ablängen wieder Hilfsmarkierungen vornehmen.




Das Ablängen der Langseiten vorne und hinten ...

anschließend beidseitiger Kleberauftrag, ablüften lassen und den Stoff schön in die Rinne einarbeiten/einkleben. Anschließend nach Trocknungszeit die Kantenschutzleisten aufstecken.

 

 

Das Ergebnis:

 

Erneuerung des Windlauf-Bezugs mit Stoff (Sonnenland)

Auch die Erneuerung des Bezugsstoffs für den Windlauf ist kein Hexenwerk. Es empfiehlt sich diese Arbeit natürlich bei demontierter Frontscheibe durchzuführen. Theoretisch wäre ein Verkleben allerdings auch bei montierter Frontscheibe möglich, dann allerdings würde der neue Bezugsstoff lediglich etwas unter das Dichtungsgummi geklebt bzw. geschoben und könnte nicht flächig in den Scheibenrahmen eingeklebt werden.  Die Frontscheibe zu entfernen stellt keine große Herausforderung dar. Hiezu lediglich den Scheibenkeder entfernen, die Dichtungslippe am Glas mit WD40 geschmeidig machen und die Frontscheibe nach außen aus der Dichtung drücken.......hierbei sinnigerweise am oberen Rand, so dass die Scheibe nach oben abgenommen werden kann.

Mit ausgebauter Frontscheibe sieht das Ganze dann so aus:
 

Alten Bezugsstoff an Kanten/Rändern lösen:

Lage merken - dokumentieren:

Ansicht der Dichtungsleiste am TOP-Anschluss. Diese mit den Schraubenb lösen und abnehmen. VORSICHT: Diese Leiste ist nicht mehr lieferbar; also behutsam werkeln!!!



 

Dreiecksplättchen links und rechts am Auslauf der Dichtungsleiste:

Leiste abgelöst und Stoff abziehen:

Der alte Bezugsstoff lässt sich in der regel problemlos abziehen. Im vorliegenden Fall ist er "trocken" abgezogen worden.......Anlöser oder Verdünner war nicht erforderlich.



 

Der alte Bezugsstoff ist nun vollständig entfernt. Die alten Klebereste sollten nun vollständig entfernt werden. Hierzu lässt sich Verdünner als auch ein Schleifaufsatz für Klebereste einsetzen. Mitunter kann man hier auch Citronensäure (gibt es im Fachhandel in Spraydosen) verwenden.

Im vorliegenden Beispiel ist das Fahrzeug komplett neu aufgebaut und lackiert worden, so dass sich die Erneuerung des Bezugsstoffs im Rahmen des Wiederaufbaus auf neu lackierten Flächen erstreckte.

Die bereits im Lackaufbau korrosionsgeschützen Anschlussbereiche bzw. Nähte werden zunächst nochmals zusätzlich mit Sikaflex gedichtet.

Die Naht wird hierzu abgeklebt...

 

dünn auftragen und mit Finger "abschmieren":

Nach Abtrocknung den zu beklebenden Bereich des Windlaufs anschleifen:

Ausrichten des Bezugsstoffes und fixieren mit Klemmen:

An der TOP-Seitebereits die "Umklebung einkalkulieren und "überstehen" lassen:


... natürlich auch rechts ...

Hinweis: Im Rahmen meiner Restaurationsarbeit bin ich auch erst nach Neubeklebung des Targadeckels und des Windlaufs auf einen möglichen untschiedlichen Strukturverlauf im Stoff aufmerksam gemacht worden. Vor Bekleben also am besten den Strukturverlauf des Bezugsstoffs am Targadeckel zu dem des Verdeckstoffs und des Windlaufs kontrollieren und die Beklebung entsprechend ausrichten.  Bei unterschiedlichem Strukturverlauf sollen / können sonst Farbunterschiede im Sonnenlicht visuell wahrgenommen werden.

... so dass der Stoff erst einmal liegt:

Auch hier wieder das verwendete Produkt für die Kontaktverklebung:

Auch hier gilt für die Kontaktverklebung wieder das Auftragen auf BEIDEN Seiten der zu verklebenden Materialien, also Stoff und Dachhaut. Gut ablüften lassen, bis der Kleber beidseitig "berührtrocken" ist, also  beim Antippen keine Fäden mehr mitzieht....

Natürlich bietet es sich an, eine helfende Hand (oder zwei) zu engagieren. Im vorliegenden Fall ist die Verklebung lediglich alleine vorgenommen worden, so dass natürlich ein flächiges Aufbringen des Stoffes unter Spannung entfällt.  Dementsprechend ist zunächst eine Hilfsverklebung gemacht worden. Diese bezieht sich auf einen dünnen ca. 5 cm breiten Klebestreifen in der Mitte des Windlaufs. In der Folge ist dann zu den Außenseiten weitergearbeitet worden.

Hilfsverklebung in der Mitte:

... beidseitiger Kleberauftrag:

Nach Verklebung Setzen von Hilfsmarkierungen zum Einkürzen des Stoffes am Scheibenrahmen. Hier den Einschlag in den Rahmen berücksichtigen.



Hilfsmarkierungen:

... und Einkürzen:

Es folgt dann zunächst das Verkleben des Windlaufs auf einer Fahrzeughälfte....vorliegend links begonnen.

 

Hierzu den Stoff zurückschlagen; jedoch als Unterlage ein Stück Karton dazwischen legen, damit beim Kleberauftrag auch mal etwas daneben gehen darf.

... noch nicht durchgängig kleben, die Endstücke noch kleberfrei lassen:


... wieder beidseitiger Kleberauftrag:



Randbereiche noch unberücksichtigt lassen:

nach Einkleben an der TOP-Seite mit Klemmen Spannung auf den Stoff geben, damit die Ecke schön Druck erhält:

Den Einschlag in den Scheibenrahmen nun endgültig einkürzen:


... und abschneiden:

Auch den A-Säulenanschluss auf die richtige Länge einkürzen. Hier allerdings einen Saumumschlag von ca. 5-10mm einplanen:



Nach Kleberauftrag den Saumumschlag klemmen:

... trocknen lassen.

Während die Verklebung am A-Säulenumschlag "einwirkt", kann man sich bereits an die Verklebung der rechten Windlaufhälfte machen....genau in der Abfolge wie links zuvor.

Flächenklebung:

Einkürzen und ...

Herstellen des Saumumschlags:

Schließlich folgt das Einkleben der Endstücke mit Übergang in die A-Säule.

Zurück zur linken Seite. Hier den Übergang zum TOP-Anschluss zurechtlängen...


... dann bis in die Leistenfalz Kleber auftragen:

Einkleben und die Leistenfalz klemmen. Zuvor dort mit einem Plastikspachtel schön in die Falz den Stoff "eindrücken"....



Das Ganze auch an der anderen Seite vornehmen:

....den Übergang im Scheibenrahmen von Stoff zum Rahmen abkleben .......und


mit SIKAFLEX dünn verstreichen und versiegeln:

nach Abnehmen der Klemmen den Überstand des Stoffes an der Regenleistenfalz cutten:


....so auch an der rechten Seite:

Der Umschlag zur Top-Seite misst in etwa 15 mm. Diesen mit Hilfsmarkierungen bestimmen und ...


 

einlängen und nach Kleberauftrag umkleben ... zuvor den Lackbereich mit Krepp gg. Kleber schützen.


 

Folgt abschließend das Verschrauben der
Dichtungsleiste mit neuen V2A-Schrauben:


... soweit fertig:

 

... fehlen nur noch die kleinen Dreicksplättchen der Dichtungsleiste ... Der Abschluss der Arbeiten setzt natürlich das Einsetzen der Dreiecksplättchen als auch die Montage der Frontscheibe voraus.

 

Erneuerung des Verdeckstoff-Bezugs (Sonnenland)

mit Aufarbeitung des Verdeckgestänges


Im Rahmen meiner Restaurationsarbeit am TC1 - No. 3094 war es ebenso notwendig, das Verdeck zu erneuern. Mit Erwerb des Fahrzeugs war nach wie vor das werkseitig montierte Verdeck (ebenfalls Sonnenlandstoff) montiert. Die Erneuerung des Verdecks erfolgte sodann auch in Eigenregie. Einen vorgenähten Bezugsstoff habe ich über CK-Cabrio erworben, ebenso wie den Bezugsstoff für das Hardtop (s. DIY).
 

Hier zunächst also die Ausgangsbasis.
Ansicht des ausgelegten Verdecks:


Lage der Dichtung:

Nahtverlauf am Original:

Nahtverlauf aus Vorderansicht:

abgelegtes Seitenteil:

eingeklebte Seitenprofile:

Verlauf der eingeklebten Profile eckseitig unten:

Außenansicht:

in Nahaufnahme:

Zunächst werden die Schließer demontiert und die Gummidichtung vorsichtig enfernt. In meinem Fall war ein Seitengummi brüchig und wurde bei Demontage beschädigt.


Lösen des Dichtungsgummis am unteren Scharnier:

Nach oben weiterarbeiten und in den Ecken vorsichtig aus der Nut aushebeln. Das Gummi ist hier umlaufend:

Entfernen der Verschlüsse:

Einzelteile einer Verschlussseite:

Aushebeln/Anlösen des vorderen Anschlussgummis aus der Nut:


anschließend in Längsrichtung 'hinter'-hebeln:

... bis das die Gummidichtung letztlich umlaufend und vollständig gelöst ist:

In der Nut sind Flachkopfschrauben 'versteckt'. Diese vollständig lösen:

Die Schraubplatte der Verschlüsse mit Spitzzange ganz einfach herausziehen; sie sind im Profil lediglich gegengelagert:

 

Sämtliche Vorarbeiten sind nun erledigt. Es folgt das Abziehen des alten Verdecksstoffs. Angefangen habe ich hier -durch die Klebefalze vorgegeben- am vorderen Anschlussprofil. Es ist ratsam hier zunächst lediglich die Ecken abzuhebeln, damit man den Stoff an der Nut zunächst überhaupt greifen kann. Aus der Nut heraus lässt sich der Stoff dann mit einer Flachzange ergreifen und abziehen/lösen.

Zunächst den Umschlag nach vorne abhebeln; eine Zange zum Greifen des Stoffes hilft ungemein.

Den Stoff auf der gesamten Breite aus der Nut herausziehen:

Zum Lösen der seitlich verklebten Umschläge habe ich den Stoff eingeschnitten, so dass lediglich eine kleine Bahn von außen nach innen zum Abziehen geblieben ist. So entfällt fummeliges Anhebeln der Klebestellen.





... das Gestänge ist sodann 'frei':

 

Das "Rohgestell":

Es folgt das weitere Herauslösen der Anschlussprofile im Verdeckstoff seitlich als auch hinten (Heckscheibe).

eingeklebtes Seitenprofil:


 

Umschlag lösen; ersichtlich hier auch (nach links) der Anschluss des Heckprofils:


"befreites Seitenprofil"
(selbiges dann auch auf der anderen Seite vornehmen)

Das Hechanschlussprofil ist aus ALU gefertigt und enthält die Befestigungsbohrungen. Das Profil ist nachgiebig ... also vorsichtig vor Verbiegen oder Brechen des Profils:




gelöstes Profil des Heckanschlusses:

Der alte Verdeckstoff ist "Geschichte". Entsorgt wird er aber erst nach Neumontage des Verdecks, um so auch Kontrolle oder Vergleich über die Klebungen zu behalten.

 

Übersicht der demontierten Einzelteile:

 

Es folgt noch die Demontage des Verdeckprofils in seine Einzelteile, d.h. Demontage von Spanngurten, Schanieren und Spriegelstreben.

Die Spanngurte sind (mit Kleber zus. fixiert) auf den Rahmen als auch die Spriegel aufgesschraubt:



... einfach die Schrauben lösen:



... so auch am Rahmen:

... so dass die Gurte schon mal in die Wäsche können (sofern diese i.O. sind und wieder montiert werden).

Die Spriegel sind seitlich mit Kreuzschlitz-Schrauben befestigt und drehbar gelagert. Hier einfach die Schrauben entfernen:



Lösen des Spriegels:


... dann die Demontage des Scharniers:

Abnahme der Auslaufdreiecke und Abziehen des Kantenschutzes:

Übersicht der Einzelteile:

 

Die Demontage des Verdecks bzw. des Gestänges wäre somit abgeschlossen:

Die Aufarbeitung des Verdeckgestänges.

Natürlich muss auch hier zunächst erst mal fleißig geschliffen und teilentrostet werden. Am Hauptspriegel gilt es dabei zunächst die Klebereste zu entfernen. Das funktioniert am besten mit Verdünner.
 

Nachdem ich zunächst den Hauptspriegel geschliffen habe, habe ich den inneren Kunstlederbezug abgeklebt.

Daran schloss sich dann das Sandstrahlen der Scharnierverbindung und der Spriegelaufnahmen (Drehpunkte) an.

Sämtliche Teile sind sodann zunächst epoxiert worden:

Während das Epoxy dann durchtrocknet, kann man die Zeit schon mal zur Aufarbeitung der Beschläge und Verschlüsse nutzen. Ich habe hierzu Polierpaste "rot-weiß" mit einem Polieraufsatz für den Dremel genutzt.

Polierpaste:






... mit Dremel verarbeiten:

... und es sollte alles wieder glänzen:

Ein Vorher/Nachher-Vergleich:

Ebenso können bereits die Anschlussprofile des seitlichen und hinteren Verdeckanschlusses von Kleber gereinigt werden (Verdünner und Schleifmaschineneinsatz):




Heckanschlussprofil:

Die Spriegel können dann nach Aushärten des Epoxy lackiert werden. Ich empfehle in Anbetracht des später noch zu verwendenen Klebers (Lösungsmittel) die Lackierung mit 2-K-Lack. Ich selbst hatte die Spriegel zunächst mit Brantho lackiert und musste mit dem Kleber später etwas tricksen (Isolierschicht), da das Branto zu lange Zeit benötigt auszuhärten. Insofern erspare ich mir hier Fotos zur Lackierung.

 

Der Neu-Aufbau:

Nachdem das Verdeckgestänge überarbeitet worden ist, kann der neue Verdeckstoff (Sonnenland) bezogen werden.

Als erstes habe ich das karosserieseitige BAUR-Anschlussblech zum originalen Karosserieblech gedichtet:

Sikaflex:

Abkleben:

Nach Abdichten die Abklebung wieder entfernt:

Nun geht es zunächst an die Montage des Verdeckgestells:



Erst die Gewinde nachschneiden:

... dann für die Montage die neuen V2A-Schrauben mit Anti-Seize versehen (Schutz vor Kontaktkorrosion):

Verschrauben der Scharniere, die bereits zuvor zusammengesetzt wurden:

Drehpunkte und Scharnierbolzen mit weißem Sprühfett beschichten:

... dann Montage der beiden kleinen Spriegel mit neuen V2A-Schrauben:



 

 

Das 'Grundgerüst' steht:

Nun kann es unmittelbar mit dem Aufziehen des Verdeckstoffs beginnen. Im vorliegenden Fall ist der Verdeckstoff von CK-Cabrio vorgesattelt und vorgenäht worden. Als Kleber für die Profile eigent sich am besten der Uhu-Greenit oder der Bostik 5013. Als erstes müssen natürlich die Spanngurte wieder auf den Verdeckrahmen bzw. das -gestell montiert werden. Es empfiehlt sich, die Gurte vorher mal in der Waschmaschine mit durchzuwaschen. Die Gurte dann an den alten Löchern wieder mit neuen V2A-Schrauben und Unterlegtellern verschrauben. Die Aufliegeflächen im Bereich der Verschraubungen zusätzlich verkleben.
 

Beginnend am unteren Spriegel
Kleberauftrag am Gurt:


... sowie am Spriegel:

... nach Ablüften verschrauben:

... schließlich am oberen Spriegel:

... und auch am Hauptspriegel:

 

Selbiges dann auch an der anderen Fahrzeugseite vornehmen.

Anstelle des geklebten Filzes habe ich mich für die Samtfläche eines selbstklebenden Klettbandes als Scheuerschutz entschieden:

... diesen in Streifen schneiden ... und

... als Scheuerschutz auf die beiden Spriegel kleben:

Geht perfekt!

Folgt noch die Gurtbefestigung an der Karosserie im Übergang zur Kofferraumanschlusskante:

Die Aufliegefläche habe ich hier zusätzlich mit Karosseriedichtband versehen. Auf dem Foto sind die Bohrungen der Gurtverschraubung dadurch bereits abgedeckt.








Die Konterplatte mit Gurt an der Karosserie befestigen:

Fertig:

Den Bügel dann durchaus  mal nach vorne klappen

 
 
... so dass die Gurtspannung überprüft werden kann: