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Erneuerung des Windlauf-Bezugs mit Stoff (Sonnenland)

Auch die Erneuerung des Bezugsstoffs für den Windlauf ist kein Hexenwerk. Es empfiehlt sich diese Arbeit natürlich bei demontierter Frontscheibe durchzuführen. Theoretisch wäre ein Verkleben allerdings auch bei montierter Frontscheibe möglich, dann allerdings würde der neue Bezugsstoff lediglich etwas unter das Dichtungsgummi geklebt bzw. geschoben und könnte nicht flächig in den Scheibenrahmen eingeklebt werden.  Die Frontscheibe zu entfernen stellt keine große Herausforderung dar. Hiezu lediglich den Scheibenkeder entfernen, die Dichtungslippe am Glas mit WD40 geschmeidig machen und die Frontscheibe nach außen aus der Dichtung drücken.......hierbei sinnigerweise am oberen Rand, so dass die Scheibe nach oben abgenommen werden kann.

Mit ausgebauter Frontscheibe sieht das Ganze dann so aus:
 

Alten Bezugsstoff an Kanten/Rändern lösen:

Lage merken - dokumentieren:

Ansicht der Dichtungsleiste am TOP-Anschluss. Diese mit den Schraubenb lösen und abnehmen. VORSICHT: Diese Leiste ist nicht mehr lieferbar; also behutsam werkeln!!!



 

Dreiecksplättchen links und rechts am Auslauf der Dichtungsleiste:

Leiste abgelöst und Stoff abziehen:

Der alte Bezugsstoff lässt sich in der regel problemlos abziehen. Im vorliegenden Fall ist er "trocken" abgezogen worden.......Anlöser oder Verdünner war nicht erforderlich.



 

Der alte Bezugsstoff ist nun vollständig entfernt. Die alten Klebereste sollten nun vollständig entfernt werden. Hierzu lässt sich Verdünner als auch ein Schleifaufsatz für Klebereste einsetzen. Mitunter kann man hier auch Citronensäure (gibt es im Fachhandel in Spraydosen) verwenden.

Im vorliegenden Beispiel ist das Fahrzeug komplett neu aufgebaut und lackiert worden, so dass sich die Erneuerung des Bezugsstoffs im Rahmen des Wiederaufbaus auf neu lackierten Flächen erstreckte.

Die bereits im Lackaufbau korrosionsgeschützen Anschlussbereiche bzw. Nähte werden zunächst nochmals zusätzlich mit Sikaflex gedichtet.

Die Naht wird hierzu abgeklebt...

 

dünn auftragen und mit Finger "abschmieren":

Nach Abtrocknung den zu beklebenden Bereich des Windlaufs anschleifen:

Ausrichten des Bezugsstoffes und fixieren mit Klemmen:

An der TOP-Seitebereits die "Umklebung einkalkulieren und "überstehen" lassen:


... natürlich auch rechts ...

Hinweis: Im Rahmen meiner Restaurationsarbeit bin ich auch erst nach Neubeklebung des Targadeckels und des Windlaufs auf einen möglichen untschiedlichen Strukturverlauf im Stoff aufmerksam gemacht worden. Vor Bekleben also am besten den Strukturverlauf des Bezugsstoffs am Targadeckel zu dem des Verdeckstoffs und des Windlaufs kontrollieren und die Beklebung entsprechend ausrichten.  Bei unterschiedlichem Strukturverlauf sollen / können sonst Farbunterschiede im Sonnenlicht visuell wahrgenommen werden.

... so dass der Stoff erst einmal liegt:

Auch hier wieder das verwendete Produkt für die Kontaktverklebung:

Auch hier gilt für die Kontaktverklebung wieder das Auftragen auf BEIDEN Seiten der zu verklebenden Materialien, also Stoff und Dachhaut. Gut ablüften lassen, bis der Kleber beidseitig "berührtrocken" ist, also  beim Antippen keine Fäden mehr mitzieht....

Natürlich bietet es sich an, eine helfende Hand (oder zwei) zu engagieren. Im vorliegenden Fall ist die Verklebung lediglich alleine vorgenommen worden, so dass natürlich ein flächiges Aufbringen des Stoffes unter Spannung entfällt.  Dementsprechend ist zunächst eine Hilfsverklebung gemacht worden. Diese bezieht sich auf einen dünnen ca. 5 cm breiten Klebestreifen in der Mitte des Windlaufs. In der Folge ist dann zu den Außenseiten weitergearbeitet worden.

Hilfsverklebung in der Mitte:

... beidseitiger Kleberauftrag:

Nach Verklebung Setzen von Hilfsmarkierungen zum Einkürzen des Stoffes am Scheibenrahmen. Hier den Einschlag in den Rahmen berücksichtigen.



Hilfsmarkierungen:

... und Einkürzen:

Es folgt dann zunächst das Verkleben des Windlaufs auf einer Fahrzeughälfte....vorliegend links begonnen.

 

Hierzu den Stoff zurückschlagen; jedoch als Unterlage ein Stück Karton dazwischen legen, damit beim Kleberauftrag auch mal etwas daneben gehen darf.

... noch nicht durchgängig kleben, die Endstücke noch kleberfrei lassen:


... wieder beidseitiger Kleberauftrag:



Randbereiche noch unberücksichtigt lassen:

nach Einkleben an der TOP-Seite mit Klemmen Spannung auf den Stoff geben, damit die Ecke schön Druck erhält:

Den Einschlag in den Scheibenrahmen nun endgültig einkürzen:


... und abschneiden:

Auch den A-Säulenanschluss auf die richtige Länge einkürzen. Hier allerdings einen Saumumschlag von ca. 5-10mm einplanen:



Nach Kleberauftrag den Saumumschlag klemmen:

... trocknen lassen.

Während die Verklebung am A-Säulenumschlag "einwirkt", kann man sich bereits an die Verklebung der rechten Windlaufhälfte machen....genau in der Abfolge wie links zuvor.

Flächenklebung:

Einkürzen und ...

Herstellen des Saumumschlags:

Schließlich folgt das Einkleben der Endstücke mit Übergang in die A-Säule.

Zurück zur linken Seite. Hier den Übergang zum TOP-Anschluss zurechtlängen...


... dann bis in die Leistenfalz Kleber auftragen:

Einkleben und die Leistenfalz klemmen. Zuvor dort mit einem Plastikspachtel schön in die Falz den Stoff "eindrücken"....



Das Ganze auch an der anderen Seite vornehmen:

....den Übergang im Scheibenrahmen von Stoff zum Rahmen abkleben .......und


mit SIKAFLEX dünn verstreichen und versiegeln:

nach Abnehmen der Klemmen den Überstand des Stoffes an der Regenleistenfalz cutten:


....so auch an der rechten Seite:

Der Umschlag zur Top-Seite misst in etwa 15 mm. Diesen mit Hilfsmarkierungen bestimmen und ...


 

einlängen und nach Kleberauftrag umkleben ... zuvor den Lackbereich mit Krepp gg. Kleber schützen.


 

Folgt abschließend das Verschrauben der
Dichtungsleiste mit neuen V2A-Schrauben:


... soweit fertig:

 

... fehlen nur noch die kleinen Dreicksplättchen der Dichtungsleiste ... Der Abschluss der Arbeiten setzt natürlich das Einsetzen der Dreiecksplättchen als auch die Montage der Frontscheibe voraus.